Spende für Schutzhütte am Schulwald in Laar

Mehr als 3000 Bäume und Sträucher stehen im Schulwald in Laar. Der Schulwald dient den drei Schulen als „grünes Klassenzimmer“ und ist laut Hartmut Schrap, Geschäftsführer der Naturschutzstiftung, das erste grenzüberschreitende Projekt.

Über 3000 Bäume und Sträucher, von der Stieleiche, über die Gemeine Esche bis zur Europäischen Eibe und dem Weißdorn, pflanzten 200 Schülerinnen und Schüler der Grundschule Laar und ihrer Partnerschule, der Basisschool „De Akker“ in Gramsbergen, sowie des Gymnasiums an der Vechte in Emlichheim im März 2014 auf einem etwa einen Hektar großen Grundstück am Vossland in Laar, direkt an der Grenze zu den Niederlanden – heute, fünf Jahre später, steht hier ein stattliches Wäldchen.

Die Schulwald-Aktion in Laar hatten seinerzeit die Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim und die Stiftung „Zukunft Wald“ ins Leben gerufen. Mittlerweile gibt es in der Grafschaft Bentheim sechs Schulwälder.

Ziel ist es, die Kinder und Jugendlichen im Rahmen des Projekts „Schulwälder gegen Klimawandel“ fachlich und mit allen Sinnen an die Themen Wald und Umwelt heranzuführen. Der Schulwald dient den drei Schulen als „grünes Klassenzimmer“ und ist nach den Worten von Hartmut Schrap, Geschäftsführer der Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim, das erste grenzüberschreitende Projekt dieser Art bundesweit.

Aus den Reinerträgen des Gewinnsparens fördert die Grafschafter Volksbank das Schulwald-Projekt in Laar. Die Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim erhält 2500 Euro für den Bau einer Schutzhütte an dem außerschulischen Lernort in unmittelbarer Nähe der Vechte. Vor Kurzem überreichte Bereichsleiter Jörg Scholten die Zuwendung an die Verantwortlichen der Stiftung.

Nach den Worten von Hartmut Schrap sollen „mit solchen Projekten auch die Jüngsten für Natur und Umwelt begeistert werden“. Franz Hüsing von der Stiftung Zukunft Wald, Initiator des Projekts „Schulwälder gegen Klimawandel“, betonte, mit einem „Waldcampus“ wie in Laar ließen sich die Ziele des Klimaschutzes hervorragend vermitteln.

Für die Grafschafter Volksbank betonte Jörg Scholten: „Das Schulwald-Projekt ist aus unserer Sicht ein sehr gelungenes Beispiel für nachhaltiges Engagement direkt vor Ort. Die Förderung ist ganz im Sinne unseres Auftrags, Verantwortung auch im Rahmen der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen und für Bildung und Ausbildung zu übernehmen.“

Bürgermeister Gerhard Trüün dankte allen Beteiligten für die materielle und ideelle Unterstützung. Er freue sich nicht nur über das „grüne Klassenzimmer“ für die beteiligten Schulen, sondern auch über einen schönen Rastplatz für die vielen Wanderer, die den Weg entlang des Schulwaldes und der Vechte als Wanderpfad nutzen: „Hier ist die Natur erlebbar und lässt sich ein schönes Fleckchen Erde genießen.“

Artikel und Bilder von Johann Vogel aus den © Grafschafter-Nachrichten vom 23.05.2019

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Bericht Gramsbergen Klasse 3 – 08. Mai 2019

Hier ein paar O-Töne aus der Klasse 3 🙂 Als Info zu den Fotos.

Allgemein:

  • Es war ein schöner Tag.
  • Niederländische Namen sind ganz anders als deutsche. Wir haben Namen gehört, die wir vorher noch nie gehört hatten.

Zum Programm:

  • Das beste, war, dass wir das Gewölle von Eulen untersucht haben.
  • Bah, das war so eklig. Das haben doch die Eulen ausgespuckt!
  • Die Eulenbilder waren viel cooler!
  • Nein, waren sie nicht.
  • Wir waren draußen und haben Blumen gefunden, gepflückt und aufgeklebt.

Hin und zurück mit dem Fahrrad:

  • Das schlimmste waren die Hin- und Rückfahrt.
  • Ich fand die Hin- und Rückfahrt sehr schön. Aber wenn man hinten fährt, muss man ständig bremsen.
  • Bis auf einige kleine Unfälle ist uns zum Glück nichts passiert während der Radtour.
  • Ich habe unterwegs Hasen, Enten, Katzen, ein Reh und viele andere Tiere gesehen. Das war toll!

Ein anderes Schulgebäude:

  • Die haben viele steile Treppen in der Schule.
  • Unsere Turnhalle ist viel größer – und nicht direkt in unserer Schule.
  • Die Klassenzimmer waren richtig klein.
  • Das Klassenzimmer von groep 5 hat eine tolle Aussicht auf ein Storchennest und auf die Vechte.
  • Die Schule war fast so groß wie Hotel Hallo 🙂
  • Es gab so viele Räume, dass man sich fast verlaufen hätte.
  • In den Niederlanden geht man schon mit vier Jahren zur Schule!

Und die Pausen?

  • Der Spielplatz ist ganz anders als unserer.
  • Die niederländischen Kinder spielen Fußball nach anderen Regeln: Anstoß von der Mittellinie und… drauf!
  • Ich habe meine Großcousine kennengelernt.
  • Die Pause dauert viel länger als bei uns. Das war super!
  • Wir haben ziemlich spät gegessen, da hatte ich richtig Hunger.

Unser Schlusssatz heißt: Es war cool!

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Gedenkfeier am 04. Mai ´19 in Coevorden

Am 04. Mai 2019 nahmen wir auf Einladung der zuständigen Kommission in Coevorden teil an der Gedenkfeier für die Opfer des Zweiten Weltkrieges und der folgenden Kriege, in denen die Niederlande eine Rolle gespielt haben.

Einige Kinder, die dienstagnachmittags am Projekt „Spreek je buurtaal“ teilnehmen, und die Kinder des Grundschulchors haben das Gedicht und das Lied „Twee vriendinnen“ von Willem Wilmink vorgetragen und gesungen. Dieses Gedicht handelt von zwei Freundinnen, die zusammen zur Grundschule gehen. Sie haben verschiedene Haut-, Augen- und Haarfarben, aber das ist den beiden völlig egal.

„Es geht um Herzen, nicht um Haut.
Wir sind Freundinnen und bleiben das für immer.“

Der Auftritt in der großen Kirche war ziemlich aufregend für die Kinder.

Anschließend gingen wir, schweigend, zur Synagoge. Hier wurde die Geschichte des jüdischen Jungen Jonathan erzählt. Die Kinder bekamen außerdem die Gelegenheit, Blumen niederzulegen am Widerstandsdenkmal. Das Singen der niederländischen Nationalhymne durfte hier natürlich nicht fehlen.

Ich denke, diese Gedenkfeier hat uns allen einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Juf Marijke Sommer

Besuch der Basisschool „De Akker“ in Gramsbergen

Wir waren am 15.05. mit dem Fahrrad in unserer Partnerschule „De Akker“ in Gramsbergen. Wir kamen etwas zu früh an, aber schon bald sind wir in die Sporthalle gegangen. Dann haben wir erst ein Lied gesungen, auf Deutsch und Niederländisch. Wir bekamen Namensschilder und wurden in drei Gruppen eingeteilt. Nach einer kleinen Wanderung zum Gramsberger Bosje (Wald) haben wir ein Schmuggelspiel gespielt. Es gab Schmuggler und Zöllner. Die Schmuggler mussten möglichst viel Geld in ein anderes Land bringen. Die Zöllner versuchten sie aufzuhalten und ihnen das Geld abzunehmen. Mal gewannen die Zöllner, mal die Schmuggler. Zwischendurch gab es Frühstück. Danach sind wir wieder zur Schule gelaufen, wo wir ein Raketeneis bekamen. Es gab natürlich noch ein Fußballspiel Deutschland-Niederlande J. Wir haben leider verloren, hatten aber trotzdem viel Spaß dabei. Nach einer gemütlichen, für manche zu langsamen, Rückfahrt kamen wir wieder gesund, munter und müde in Laar an.

Liebe Grüße von Klasse 4 der Grundschule Laar